Baugrube für das neue Stadtarchiv ausgehoben

Foto Modell Stadtarchiv

Am Eifelwall soll in ein paar Jahren das Archiv stehen. Ortstermin an der Baustelle. Derzeit ist nur Loch Nummer zwei zu sehen. Doch hier ist alles anders als am Waidmarkt, wo am 3. März 2009 das Historische Archiv der Stadt Köln einstürzte. Die Einsturzstelle ist noch immer nicht geschlossen. So lange nicht geklärt ist, wer für den Einsturz verantwortlich ist, bleibt die Grube offen.

An der Kreuzung Luxemburger Straße/Eifelwall ist die Baugrube ausgehoben. Im Hintergrund erhebt sich das mächtige Justizgebäude. Mehr als 15 000 Quadratmeter Nutzfläche soll das Bau-Ensemble habe. Wie die  Pläne des Architektenbüros „Waechter + Waechter“ aus Darmstadt  umgesetzt werden, kann man derzeit nur erahnen. Im Moment sieht das Baufeld mit den rot angepinselten Holzpfählen im Boden fast wie ein Kunstwerk aus.

Suche nach Bomben

Es sind exakt 150 Pfähle. Sie markieren die Stellen, an denen in ein paar Tagen sogenannte Hüllrohre gesetzt werden. Das sind Kunststoffhülsen, in die Sonden eingelassen werden. Mithilfe dieser Sonden soll der Boden nach Metallrückständen gescannt werden. „Bevor weitergearbeitet werden kann, muss untersucht werden, ob in tieferen Erdschichten womöglich Bomben liegen“, sagte Petra Rinnenburger, geschäftsführende Betriebsleiterin der städtischen Gebäudewirtschaft.

Säulen für die Stabilität

Das letzte Wort haben hier die Experten des Kampfmittelräumdienstes. Danach werden dort, wo jetzt die Pfähle stecken, Betonsäulen von jeweils 90 bis 120 Zentimetern Durchmesser in die Erde gebracht. Sie werden in einer Tiefe von zwölf bis 18 Metern gesetzt. Die Säulen sollen dem Gebäude die nötige Stabilität und Standfestigkeit verleihen.

Grundsteinlegung Ende 2016

Ende 2019 soll der Gebäude fertig sein. Baukosten: 75 Millionen Euro. Noch in diesem Jahr soll der Grundstein gelegt werden. Der Neubau wird kleiner als zunächst geplant. Außer dem Stadtarchiv wird das Rheinische Bildarchiv mit einziehen. Der Plan, die Kunst- und Museumsbibliothek zu integrieren, wurde fallengelassen.