„Achtung! Geschichte kreuzt“

Foto Autos fürs Archiv

Der Fuhrpark des Stadtarchivs ist größer geworden. Drei blaue Ford-Kombis stellt die Stiftung Stadtgedächtnis dem Historischen Archiv zur Verfügung. Konrad Adenauer, Vorstandsvorsitzender der Stiftung, übergab die drei Wagen jetzt an Archivdirektorin Bettina Schmidt-Czaia.

Bestände retten

Zu diesem Zweck durften die Autos ausnahmsweise auf dem Roncalliplatz vor dem Kölner Dom parken. Die Viertürer fallen auch ohne imposante Kulisse im Hintergrund auf. Das liegt an den Aufschriften. Auf den Seiten ist zu lesen: „Achtung! Geschichtsrettungswagen“; „Achtung! Geschichtsguttransporter“ und „Achtung! Geschichte kreuzt“. Jeweils mit dem Zusatz: „Wir retten die Bestände des Kölner Stadtarchivs“.

Viele Fahrten

Genau dafür werden die Kombis gebraucht. Zum Transport von Archivalien und für Fahrten zu den Standorten, an denen das Material aus Köln liegt. Die nach dem Einsturz des Stadtarchivs im März 2009 geborgenen Archivalien wurden 20 Asyl-Archive in ganz Deutschland verteilt. Nach und nach werden die Bestände nach Köln geholt und im Restaurierungszentrum in Porz wiederhergestellt.

Sechs Asyl-Archive

Noch immer ist das Archivgut aus Köln an verschiedenen Standorten untergebracht. Derzeit ist noch in sechs Archiven Material aus Köln zwischengelagert. So zum Beispiel im Stadtarchiv Bonn, im Landesarchiv Schleswig-Holstein, im Militärarchiv Freiburg und im Landesarchiv NRW in Münster. Das dort gelagerte Archivgut wird in das ehemalige Magazin des Landesarchivs NRW in Düsseldorf transportiert.

Außenstelle in Sachsen

Die Kölner Archivmitarbeiter stehen auch in ständigem Austausch mit der Außenstelle im Archivzentrum des sächsischen Landesarchivs in Wermsdorf bei Leipzig.

Autos geleast

Für Stiftungsleiter Konrad Adenauer sind die neuen Wagen ein Zeichen nach außen und nach innen. „Damit wird das Engagement der Stiftung und der vielen Spender sichtbar“. Die drei Kombis sind für einen Zeitraum von fünf Jahren geleast.