Kulturpreis für Verleger Lothar Schirmer

Foto Kunstpreis

Der DGPh-Kulturpreis wird am 24. September im Rahmen der „photokina“ in Köln verliehen. Die Ehrung findet im Overstolzensaal des Museums für Angewandte Kunst (MAKK) statt.

Die „Deutsche Gesellschaft für Fotografie“ zeichnet mit Lothar Schirmer einen Verleger aus, der maßgeblich zur Anerkennung der Fotografie als Kunstform beigetragen hat.  Lothar Schirmer gründete 1974 gemeinsam mit Erik Mosel den Schirmer/Mosel Verlag als ersten Verlag mit Programmschwerpunkt Autorenfotografie in Europa und führt ihn bis heute als unabhängiger Verleger. Unter den mehr als 1500 Titeln zur Kunst und Fotografie befinden sich viele Standardwerke.

Bernd und Hilla Becher

Schon mit den ersten beiden Publikationen wurde August Sander wiederentdeckt und Heinrich Zilles fotografischer Blick auf Berlin einer breiten Öffentlichkeit präsentiert. Dem Werk von Bernd und Hilla Becher widmete Schirmer seit 1976 insgesamt 23 Publikationen. Lothar Schirmer betreute verlegerisch viele der Protagonisten der Düsseldorfer Schule wie Candida Höfer, Thomas Struth und Thomas Ruff, ebenso wie Helmut Newton, Cindy Sherman, Robert Mapplethorpe oder Jeff Wall. Der Schirmer/Mosel Verlag hat eine ganze Reihe Bände von Fotografinnen und Fotografen herausgebracht, die im Nationalsozialismus verfolgt und in die Emigration gezwungen wurden wie Erich Salomon, Felix H. Man, Laszlo Moholy-Nagy, Leo Rosenthal, Raoul Hausmann, Wols, Hermann Landshoff, Horst P. Horst, Gisèle Freund oder Helmut Newton.

Seit 1959 verliehen

Der DGPh-Kulturpreis wird seit 1959 verliehen. Zum Gesamtvorstand der Gesellschaft gehört auch die Kölner Fotografin Bettina Flitner. Mit dem Preis zeichnet die DGPh lebende Persönlichkeiten für bedeutende Leistungen im Bereich der Fotografie aus. Bisherige Preisträger sind unter anderem Gottfried Jäger, Klaus Honnef, Stephen Shore, F.C. Gundlach, Daido Moriyama, Bernd und Hilla Becher, Henri Cartier-Bresson und August Sander. Der Preis besteht aus einer goldgefassten optischen Linse. Entworfen wurde der Kulturpreis von Ewald Mataré.