Ostermann-Skulptur auf Melaten enthüllt

Foto Skulptur am Grab

Gedenkfeier der Willi-Ostermann-Gesellschaft am Grab des Sängers. Zu Ehren des vor 80 Jahren gestorbenen Liedermachers ließ die Gesellschaft eine Bronze-Skulptur von Ostermann anfertigen.

Die knapp 50 Zentimeter hohe und etwa sechs Kilogramm schwere Figur stammt von den Künstlern Heike Haupt und Anton Fuchs. Das sehr gelungene Kunstwerk zeigt den Sänger in lässiger Haltung, die linke Hand in der Hosentasche und in der anderen Hand ein Weinglas. Gestiftet wurde die Figur vom Senat der Willi-Ostermann-Gesellschaft.

Skulptur eingesegnet

Zur Einweihung kamen zahlreiche Mitglieder und Freunde der Gesellschaft ans Grab. Unter ihnen der frühere Oberbürgermeister Fritz Schramma und Bürgermeister Ralf Heinen. Pfarrer Stefan Wagner von der Liebfrauenkirche in Mülheim segnete die Skulptur und erinnerte daran, dass der am 1. Oktober 1876 geborene Ostermann in der Liebfrauenkirche getauft worden ist. Mülheim gehörte zu diesem Zeitpunkt noch nicht zu Köln, sondern war ein eigenständiger Ort.

Letztes Lied kurz vor dem Tod

Das Grab des Sängers und Komponisten Willi Ostermann befindet sich nicht weit entfernt vom Nebeneingang des Melaten-Friedhofs an der Aachener Straße (etwa 500 Meter hinter der Piusstraße). Willi Ostermann starb am 6. August 1936. Noch kurz vor seinem Tod schrieb der Schöpfer zahlreicher Evergreens das Lied „Heimweh nach Köln“ mit der Zeile „Ich mööch zo Foß noh Kölle jonn“. Der im Krankenbett in der Lindenburg fertiggestellte Titel war der letzte in einer langen Reihe von erfolgreichen Ostermann-Liedern.

Lieder am Grab

Er hinterließ so bekannte Melodien wie „Däm Schmitz sing Frau es durchjebrannt“, „Et Düxer Schötzefess“, „Villa Billa“ „Rheinlandmädel“ und „Och wat wor dat fröher schön doch en Colonia“ sowie „Rheinische Lieder, schöne Frau’n beim Wein“. Zum Abschluss der Gedenkfeier am Grab des Musikers sang der Chor der Willi-Ostermann-Gesellschaft einige dieser Evergreens.