„Sehr zum Wohl“ mit Heinz Köbes

Foto Heinz Köbes

Am Brauhaus an der Mühlengasse 1 hat es sich Heinz Köbes gemütlich gemacht. Das pfiffige Kerlchen mit dem Kölsch-Kranz in der Hand ist der jüngste Spross in der Heinz-Familie. Heinz Köbes ist Nummer 11. Seit einiger Zeit tauchen die Bronze-Skulpturen, gefertigt von den Künstlern Anton Fuchs und Heike Haupt, an vielen markanten Stellen in Köln auf.

Wo sollten sie auch sonst Quartier nehmen? Erinnern sie doch an „die Heinzelmännchen zu Köln“. Das gleichnamige Gedicht stammt von August Kopisch, die Sage der fleißigen Gesellen hat sich der Schriftsteller Ernst Weyden ausgedacht. Anders als die Heinzelmännchen, die im Verborgenen wirkten, sind die Heinze von Anton Fuchs und Heike Haupt sehr selbstbewusst. Sie zeigen sich öffentlich und verstehen sich als Botschafter Kölns und der kölschen Lebensart.

Historischer Platz

Heinz Köbes fühlt sich jetzt auch in der Altstadt wohl. Dort, wo heute Peters Brauhaus ist, befand sich bereits im Jahr 1544 das Brauhaus „Zum Kranz“. In den folgenden Jahrhunderten wechselten die Brauerfamilien, doch bis 1898 wurde an diesem Standort Bier gebraut und verkauft. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Brautradition zunächst unterbrochen. Auf dem Gelände entstand die Baumwollspinnerei Brügelmann. Das Haupthaus wurde im 2. Weltkrieg zerstört, lediglich die Fassade blieb stehen. Noch heute trägt das Haus, in dem 1994 Peters Brauhaus Einzug hielt, den Namen „Brügelmannhaus“. Hans Peters, Inhaber der Privatbrauerei Peters, enthüllte die neue Skulptur, die neben dem Eingang zum Brauhaus thront. Fast 500 Jahre nach dem ersten Bierausschank in der Mühlengasse bittet Heinz Köbes wieder „zum Kranz“.