Sie sind wieder da!

Heinz Weg am Dufthaus

Willkommen in der wunderbaren „Heinz Welt“ der Künstler Anton Fuchs und Heike Haupt.Ein kurzer Blick in die Stadtgeschichte: Noch immer sehnen sich die Kölner nach den „Heinzelmännchen“ zurück. Einst erledigten die fleißigen Helfer nachts alle Arbeiten. Unermüdlich und ohne zu klagen.

Bis die Männlein eines Tages, so erzählt es die Geschichte von August Kopisch, auf Nimmerwiedersehen verschwanden. Auslöser war das „Zwangs-Outing“ durch eine neugierige Schneidersfrau. Diese hatte Erbsen auf die Kellertreppe gestreut, um die Heinzelmännchen zu enttarnen. Das nahmen die Helfer übel und sie zogen von dannen. Wohin, weiß niemand.

Sie leben mitten in der City

Erst jetzt ist es Anton Fuchs und Heike Haupt geglückt, ein paar nahe Verwandte dieser besonderen Spezies ins Kölner Stadtbild zurückzuholen. Ihr „Heinz“ aus Bronze taucht an immer mehr Orten in der Stadt auf. Mit „Heinz Räuber“ und „Heinz Knüppel“ ging es los. Die beiden Burschen warten an der Kölner Bank-Filiale am Hohenzollernring auf Laufkundschaft.

Botschafter der Stadtgeschichte

Wer mit wachen Augen durch die Stadt geht, kann einen „Heinz“  entdecken. Sie sitzen vor Supermärkten, gehen einkaufen, lesen Zeitung, klettern Hausfassaden hoch oder nehmen ein Bad. So wie „Heinz Eau“. Am Dufthaus 4711 an der Glockengasse 4 sitzt das Kerlchen in einer Wanne und erquickt sich mit Duftwasser. Die Skulpturen sind jeweils etwa 35 Zentimeter groß und werden individuell gefertigt. Sie erledigen nicht mehr die Arbeiten für die Menschen, aber sie sind ähnlich wie ihre Ur-Ahnen unglaublich sympathisch. Vor allem scheuen sie nicht die Öffentlichkeit. Das macht sie auch zu attraktiven Botschaftern der Stadtgeschichte.

Fotomotiv für Touristen

Mittlerweile sind die hübschen Gesellen mit dem pfiffigen Gesichtsausdruck ein beliebtes Fotomotiv für Touristen. So zum Beispiel die Herrschaften „Heinz Jung, Heinz Einmal und Heinz Bauer“ an der Fassade neben dem Haupteingang des Gürzenichs oder „Heinz Koffer“ am Hilton Hotel an der Marzellenstraße 13 – 17.

Sponsoren willkommen

Sponsoren und damit zugleich Paten für einen öffentlichen „Heinz“ können Firmen, Geschäftsleute, Privatpersonen oder Vereine sein. Demnächst soll eine Heinz-Skulptur, die an Willi Ostermann erinnert, hinzukommen. Womöglich in der Nähe des Ostermann-Brunnens in der Altstadt. Anlässe dafür gibt es genug: Der legendäre Kölner Sänger und Komponist ist vor 80 Jahren gestorben. Die Willi Ostermann Gesellschaft, die das Andenken an den Kölner Künstler pflegt, feiert in dieser Session Jubiläum. Sie wurde vor 50 Jahren gegründet.