Pläne für ein neues Stadtviertel im Deutzer Hafen

Das neue Viertel wird direkt am Rhein und in Sichtweite des Doms liegen. Der städtebauliche Wettbewerb zur Umgestaltung des Deutzer Hafens ist beendet. Damit sind die entscheidenden Weichen gestellt.

Der ehemalige innerstädtische Industriehafen, ein Areal mit einer Gesamtfläche von 35 Hektar, soll in den kommenden Jahren zu einem modernen Quartier zum Wohnen und Arbeiten für mehrere tausend Menschen entwickelt werden. Seit Februar 2016 hatten sich fünf interdisziplinäre Teams aus international renommierten Planungsbüros unter Mitwirkung der Bürger mit der Frage beschäftigt, wie das neue Kölner Veedel aussehen könnte. Die überzeugendste Antwort hat nach Meinung der Jury das Kopenhagener Büro COBE in Zusammenarbeit mit Ramboll Studio Dreiseitl (Überlingen), Transsolar (Stuttgart) und knp.bauphysik (Köln) geliefert. Die Preisrichter überzeugte unter anderem die gelungene Integration des industriellen Erbes. So sollen zum Beispiel die Kran-Bahnen und der ehemalige Löschkran erhalten bleiben.

Ehemaliger Löschkran bleibt

Der Entwurf greift in vielfältiger Weise Motive des Hafens und der dort ansässigen Ellmühle auf. Die Dichte des Quartiers nimmt von der unbebauten Molenspitze im Norden in Richtung Süden immer mehr zu. Das Hafenbecken als größter öffentlicher Freiraum und Industriedenkmal wird von weiteren Parks und öffentlichen Plätzen begleitet. Im nächsten Schritt wird der Planungsentwurf den politischen Gremien und dem Rat der Stadt Köln vorgelegt. Anschließend soll das Konzept vertieft werden. Im Frühsommer 2017, so schätzt die Verwaltung, könnten detailliertere Pläne für die Umwandlung des ehemaligen Industriehafens vorliegen.